Was trainieren wir?

In den philippinischen Kampfkünsten wird mit vielen unterschiedlichen Waffen trainiert. Die FMA (Filipino Martial Arts) sind Konzept-basierte Stile – Grundlegende Bewegungsmuster (Kernbewegungen) werden eingeschliffen, und auf die verschiedenen Waffen und Werkzeuge übertragen, unter Beachtung der jeweiligen Charakteristiken.
 

Solo Baston / Double Baston

Der gerade Stock (60 bis 80 cm lang) ist die grundlegende Waffe, mit der zu Beginn viel trainiert wird.

Das Material der Wahl ist meist Rattan, da es biegsam und flexibel ist, dabei aber gleichzeitig sehr stabil. Mit der Zeit wird auch mit Hartholz (mehr Gewicht = grösserer Trainingseffekt) oder Kunststoff (Safety First beim freien Sparring) trainiert.

Viele Konzepte und Ideen werden mit dem Stock gedrillt, und später auf andere Waffen oder auf waffenlose Anwendungen übertragen.
 
 
 
 

Daga



Die kurzen Klingenwaffen (Messer) helfen uns, Flow und Reflexe zu entwickeln.
Regelmässiges Partnertraining mit Übungsmessern hilft uns dabei, ein realistisches Verständnis für die Selbstverteidigung zu entwickeln!

(Messer? 1. Renn weg / 2. Renn weg / 3. Renn noch viel schneller weg...)
 
 
 
 
 

Kerambit



Das Kerambit ist ein aus dem Raum Indonesien, Malaysia und den Philippinen stammendes Messer. Charakteristisch ist der Ring am Ende und die gebogene Klinge, die laut Legende der Tigerkralle abgeschaut wurde.
 
 
 
 
 

Bolo



Die Machete wurde sowohl im Dschungel wie auch bei der Feldarbeit täglich genutzt.
Daher war es naheliegend, dass sie ihren Weg als Klingenwaffe in das Arsenal der FMA gefunden hat.
Zur Gruppe der Macheten gehören sowohl das Bolo, wie auch zum Beispiel das Barong oder Kukrie (Nepal, Indien, Pakistan). Auf den Philippinen gibt es auch heute noch Selbstverteidigungssituationen mit Messern oder eben Macheten, da diese Arbeitsgeräte überall zu finden sind.
 
 
 
 
 
 

Espada y Daga



Espada y Daga, also Schwert und Messer, gilt als die Königsdisziplin in den philippinischen Kampfkünsten.
Zwei Klingenwaffen von unterschiedlicher Länge gleichzeitig zu führen schult unser Verständnis für Winkelarbeit, Strategie und Taktik nochmals enorm!
 
 
 
 
 

Sarong / Malong



Ursprünglich ein Kleidungsstück, ähnlich dem Wickelrock. Ein Schal, eine Handtasche, ein Gürtel, eine Einkaufstüte – Viele Dinge lassen sich in der Selbstverteidigung mit den Prinzipien des Sarong verwenden. Der Sarong / Malong gehört ebenfalls in die Kategorie der flexiblen Waffen.
 
 
 
 
 

Tabak-Toyok



Diese flexible Waffe ist den meisten unter ihrem japanischen Namen Nunchaku bekannt.
 
 
 

Latiko



Die Peitsche gehört in die Kategorie der flexiblen Waffen, gleich wie das Tabak Toyok.
 
 
 

Olisi Palad oder Dulo Dulo



Kubotan, Palmstick, Nervendruckstock.
Der kleine hölzerne „Massagestock“ aus dem Training wird zur Selbstverteidigung durch einen Kubotan aus Metall (in der Schweiz verboten) oder durch einen Tactical Pen ersetzt.
 
 
 

Tomahawk



Das Tomahawk hat gleich wie das Kerambit die letzten Jahre ein Revival erlebt – Bei uns vor allem als Waffe der Indianer bekannt ist sie auch ein fester Bestandteil der FMA.
 
 
 
 
 

Karit



Die Sichel (jap. Kama) ist einer der Alltagsgegenstände, der seinen Weg in die Kampfkunst gefunden hat. Die gebogene Klinge, gleich wie beim Kerambit, erlaubt vielseitige Anwendungsmöglichkeiten.
 
 
 
 
 

Tekpi



Diese kurze Schlagwaffe mit Haken (jap. Sai) ist ein hervorragendes Tool um die Gleichzeitigkeit und Unabhängigkeit der linken und rechten Hand zu vertiefen. Durch das flippen der Waffe (Griffwechsel) wird der Übende sich automatisch immer mehr Kontrolle über seine Waffe antrainieren.
 
 
 
 
 

Mano - Mano



Die Konzepte und Ideen aus dem Waffenkampf werden auf das Kämpfen mit der blossen Hand „übersetzt“.
Im Gegenteil zu vielen anderen traditionellen Kampfkünsten wird nicht mit Leerhand-Techniken begonnen, und später auf Waffen übertragen. In den FMA (Filipino Martial Arts) trainieren wir, wie wir uns zu be-helfen können, falls mal keine Waffen zur Hand sein sollten...
Schläge, Tritte, Ellbogen, Knie, Kopfstösse, Fingerstiche, Hebel, Würfe – Das Repertoire ist vielseitig und umfasst alle Kampf-Distanzen.
 
 
 
 
 

Sikaran



Philippinisches Kickboxen
Hier geht es vor allem um das Training der Fusstritte und Laufarbeit.

Panantukan



Philippinisches Boxen
Auch bekannt als Dirty Boxing – Nicht ausgerichtet an einem sportlichen Regelwerk, sondern für die Strasse und für die Selbstverteidigung entwickelt.